Kann man beim Online Poker betrügen?

Wenn im Online Poker Spiel betrogen wird…

So sehr das schnelle Geld die meisten Spieler beim Online Poker lockt, viele versuchen mit sämtlichen Tricks beim Online Poker zu betrügen. Dabei die sind Sicherheitsbestimmungen im Laufe der Zeit immer strenger geworden. Heutzutage ist es, vor allem bei lizenzierten und seriösen Online Anbietern, kaum möglich, einen Betrug durchzuführen. Bei kleineren und unbekannten Anbietern sieht die Sache schon wieder anders aus, denn hier sind, aufgrund mangelnder Sicherheitskonzepte, dem Betrüger sämtliche Türen geöffnet. Insbesondere sogenannte Bots stellen in manchen Poker-Räumen eine Gefahr dar. Doch selbst wenn diese abgewehrt werden, können sich die Online-Portale in der Regel kaum gegen Spieler wehren, die im Vorfeld Absprachen treffen.

Betrugsvariante 1: Absprachen beim Online Poker

Die Ergebnisse unerlaubter Absprachen beim Poker

Die Resultate solche Absprachen sind unterschiedlich und in der Poker-Szene nicht gerne gesehen. Oft behaupten Poker-Spieler, dass solche Absprachen keinen bis wenig Effekt auf den Verlauf oder Ausgang eines Spiels haben. Andere Spieler stellen sich dieser Aussage entgegen und sprechen von Einflussnahme in Bezug auf letztliche Gewinne. Außerdem würden solche Absprachen beim Poker-Spiel das Spiel zunehmend uninteressanter gestalten. Die Anbieter kennen das Problem und versuchen sich mit speziellen Software-Lösungen zu schützen. Diese Software sucht nach verschiedenen Faktoren in Live-Poker-Räumen, die darauf hindeutet, dass zwei oder mehr Spieler Absprachen getroffen haben, um zu betrügen. Dabei hilft der Software zum Beispiel der Abgleich der einzelnen Spielerdaten, der IPs oder auffällige Verhaltensweisen, die auf eine Absprache hindeuten. Häufig können bereits intelligente Algorithmen in der Software dabei helfen, das Betrügen im Online-Poker frühzeitig auf diese Weise zu erkennen.

Schutz der Anbieter vor Absprachen

So sehr sich die Anbieter auch dagegen versuchen zu schützen, dass es zu Absprachen kommt, eine hundertprozentige Garantie scheint es wohl nie zugeben, dass diese verhindert werden können. Stattdessen kommt es ab und zu noch vor, dass Spieler mit diesen Absprachen betrügen und für Gewinne sorgen. Viele Spieler berichten davon, dass es schon ein- oder mehrmals bereits zu Absprachen kam und sie nicht erwischt wurden. Wer innerhalb des Spiels erwischt wird, wenn es um das Betrügen geht, dem droht mindestens der Entzug der Spielerlaubnis. Der Absprachen-Betrug hat im Online-Poker Zulauf gewonnen, denn er besitzt Vorteile gegenüber von Absprachen, die bei Live-Spielen getätigt werden. Örtliche Gegebenheiten, schwierige Lichtverhältnisse, ein hoher Lärmpegel oder die falsche Interpretation von Signalen, fallen beim Online-Poker weg und ermöglichen es kriminelle Methoden auszuführen, die den Betrug ermöglicht.

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Die bequeme Nutzung des Internets sorgt für einfache Betrugsmöglichkeiten beim Online-Poker

Die Bequemlichkeit des Internets hat dafür gesorgt, dass Betrüger nun ganz in Ruhe ihre Vorkehrungen für Absprachen treffen können. Früher sorgten alleine die Aufsicht am Tisch sowie die Blicke der anderen Mitspieler dafür, dass solche Betrugsversuche schnell erkannt wurden. Heute kann ein Spieler im Online-Turnier einfach via Skype oder Handy sein Gegenüber anrufen und erfahren, welche Karten gerade in der Hand liegen. Noch einfacher sind Absprachen beim Online-Poker, wenn beide Spieler mit ihren PCs nebeneinander sitzen und über Proxys die Spielräume des Anbieters besuchen. Neben automatisierter Software, kann jedoch die einfache Handhistorie dabei helfen, dem Betrug einen Riegel vorzuschieben.

Mit der Handhistorie kämpfen Anbieter gegen das Betrügen

Die Handhistorie ist bei Live-Pokerspielen nicht vorhanden, im Online-Poker lässt sich jede erhaltene und gespielte Hand intern archivieren. Für den Anbieter des Online Pokers kann sich die Handhistorie als cleverer Schachzug gegen Betrüger erweisen. Sobald der Verdacht besteht, dass Absprachen getroffen wurden, kann die Handhistorie durch das Unternehmen geprüft werden. In der Handhistorie wird schnell ersichtlich, ob eine Absprache getroffen wurde. Personen die betrügen wollen, bieten sich daher einige Ansätze in Online Poker, doch der Betrug lässt sich leicht nachweisen. Absprachen mit dem Dealer oder das Verschieben von Chips auf dem Pokertisch, lassen sich im Online-Poker nicht realisieren. Dafür nutzen Betrüger die Absprache für das Füllen des Pots, für einen Informationsaustausch oder für gezielte Wetteinsätze.

Betrugsvariante 2: Möglichst viele Accounts anlegen

Wer im Online-Poker betrügen möchte, schwört manchmal auf das Anlegen von vielen Accounts auf einmal. Die sogenannten Multiaccounts lassen sich alle auf einen einzigen Spieler zurückführen. Dieser Spieler besitzt dadurch die Möglichkeit in den Poker-Räumen unter verschiedenen Pseudonymen mit mehreren Accounts die Plätze am Tisch zu besetzen. Auf diese Weise lassen sich Poker-Spiele in eine gewünschte Richtung lenken. Häufig lässt sich anhand der IP erkennen, dass Spieler mit mehreren Identitäten unterwegs sind. Identische Adress- oder Ein- und Auszahlungsdaten führen ebenfalls dazu, dass solche Spieler schnell überführt werden können. Viele Profispieler spielen eher an mehreren Tischen gleichzeitig, als dass sie sich einen zweiten, dritten oder vierten Account eröffnen und Gefahr laufen, aus dem Online-Casino herausgeworfen zu werden.

Betrugsvariante 3: Poker Bots

Poker Bots sind nicht unbedingt dazu konzipiert, um das Betrügen im Online Poker zu ermöglichen. Stattdessen sorgen Poker Bots dafür, dass sie einen Platz füllen, der ansonsten von menschlichen Spielern genutzt wird. Auf diese Weise können beispielsweise bestimmte Spiele flüssiger ablaufen oder erst ermöglicht werden, falls eine bestimmte Anzahl menschlicher Mitspieler nicht zu realisieren ist. Poker Bots sind Programme, die selbstständig spielen, jedoch nicht zwingend vorprogrammiert sind. Immer noch wird eifrig darüber diskutiert, ob solche Bots tatsächlich dem Betrug zuzurechnen sind, wenn sie nicht vom Casino selbst, sondern von Spielern genutzt werden. Die Bots manipulieren dabei das Spiel selbst nicht, sondern schlüpfen lediglich in die Rolle eines Spielers.

Unterstützen Bots das Betrügen im Online Poker Spiel?

Pokerspieler, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen möchten, nutzen in manchen Fällen Bots, um an mehreren Tischen verschiedener Anbieter gleichzeitig spielen zu können. Dabei wissen die Spieler, dass ein Bot niemals so stark sein wird, wie der menschliche Gegenpart aber einmal eingesetzt bietet er immerhin noch mehr Gewinnchancen, als wenn er nicht genutzt würde. Wie so oft liegt die Grenze zwischen Legalität und Betrug nicht weit. Jeder muss sich selbst fragen, ob sich der Einsatz eines Bots lohnt oder moralisch vertreten lässt. Die meisten Online Poker Anbieter wollen gegen Bots vorgehen, denn diese verändern trotz allem das Spielgeschehen. Wer nicht betrügen möchte, sollte die Bots stattdessen eher nutzen, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Spezielle Programme zum Trainieren der Poker Fähigkeiten, erlauben im Offline-Modus das Üben mit Bot-Spielern. So besitzt der Bot letztlich einen nützlichen Effekt und beweist, dass sich Ehrlichkeit am Schluss bewährt.